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Mehr resistente Drohnen in die Luft“
Eine zentrale Botschaft der Veranstaltung lautete: „Mehr resistente Drohnen in die Luft.“
Geeignete Genetik soll nicht nur in einzelnen Zuchtvölkern erhalten bleiben, sondern über gezielte Anpaarungen und die natürliche Paarung weiterverbreitet werden. Drohnen spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie die Gene ihrer Mutter in die nächste Generation einbringen.
Die Bienenzuchtgruppe Oberösterreich–Salzburg arbeitet unter anderem mit VSH-Zucht, instrumenteller Besamung, der Belegstelle Weyer und der Anpaarungszone in Weng im Innkreis. Dort werden ausgewählte Drohnenvölker aufgestellt, um geeignete Genetik unter regionalen Bedingungen für die Begattung verfügbar zu machen.
Wir bieten individuelle Lösungen und stellen sicher, dass jeder Kunde einen erstklassigen, auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Service erhält.
Verschiedene Wege der Resistenzzucht
Ein wichtiger Ansatz ist VSH – Varroa Sensitive Hygiene. Dabei erkennen Bienen von Varroamilben befallene Brut und entfernen sie, wodurch die Vermehrung der Milben begrenzt werden kann.
VSH ist jedoch nur ein Baustein. Zur Varroaresistenz beziehungsweise Varroatoleranz gehören auch eine geringe Milbenvermehrung, Gesundheit, Vitalität und gute Überwinterungsfähigkeit. Die Tagung zeigte, dass bereits Zuchtlinien existieren, die unter geeigneten Bedingungen längere Zeit ohne Behandlung geführt werden können.
2033 als gemeinsames Ziel
Varroaresistenz 2033“ bezeichnet keinen festen Stichtag, sondern einen gemeinsamen Zeithorizont für die Weiterentwicklung der Zuchtarbeit. Bis dahin sollen Erfahrungen gesammelt, Prüfmethoden verbessert, geeignete Zuchtlinien erhalten und genetische Ressourcen möglichst breit genutzt werden.
Auch Beobachtungen aus der Praxis sind wichtig. Natürlicher Milbenfall, Volksentwicklung, Überwinterung und Behandlungsergebnisse können bei systematischer Dokumentation Hinweise für die weitere Selektion liefern. Belastbare Aussagen entstehen jedoch erst durch wiederholte Prüfungen über mehrere Jahre und unter unterschiedlichen Bedingungen.
Eine Tagung, die verbindet
Das Besondere an der Arbeitstagung war die Verbindung von praktischer Imkerei, Zuchtarbeit sowie nationalen und internationalen Erfahrungen. Erstmals wurde in Österreich eine Veranstaltung dieser Art durchgeführt.
Die große Beteiligung aus neun Ländern zeigte das Interesse an einer gemeinsamen Weiterentwicklung der Varroaresistenz. Für die Bienenzuchtgruppe Oberösterreich–Salzburg war die Tagung damit ein wichtiger Meilenstein.
Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger betonte:
„Die Varroamilbe stellt die Imkerei vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass Züchterinnen und Züchter, Imkerinnen und Imker sowie Wissenschaft und Praxis gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Entwicklung varroatoleranter Bienen ist ein langfristiger Prozess, der Ausdauer, genaue Beobachtung und konsequente Zuchtarbeit erfordert. Veranstaltungen wie diese schaffen die notwendige Vernetzung und tragen dazu bei, Wissen zu bündeln und Erfahrungen weiterzugeben. Davon profitiert die gesamte Imkerei und unsere Kulturlandschaft.“
„Wenn Bienen varroaresistent werden, können wir wieder Imkern wie vor 50 Jahren.“
Obmann Franz Weber brachte die langfristige Vision auf den Punkt:
„Wenn Bienen varroaresistent werden, können wir wieder Imkern wie vor 50 Jahren.“
Das Ziel ist klar vor Augen: eine Imkerei mit varroaresistenten Bienen. Varroaresistenz 2033 macht dies greifbar- und zeigt, dass wir gemeinsam viel bewegen können.
[FOTO 4 – Gruppenfoto der Arbeitstagung Varroaresistenz 2033]

Nachbericht der Arbeitstagung Varroaresistenz 2033
Verena Draschwandtner
Obmann Stellvertreterin
Bienenzuchtgruppe OÖ-SBG