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Erfolgreiche Bekämpfung der Asiatischen Hornisse in Tirol

Entfernung des Sekundärnestes im Gemeindegebiet von Kössen (Bezirk Kitzbühel)
  • Ohne Pestizide: Erstmals in Österreich kam neuartiges thermisches Verfahren für die Entfernung des Nestes zum Einsatz
  • Asiatische Hornisse als Gefahr für Landwirtschaft, Naturschutz und Biodiversität
  • Bevölkerung wird weiterhin um Mithilfe gebeten

Ein schwarzer Körper, ein orangefarbenes Band am Hinterleib und schwarze Beine mit auffallend gelben Spitzen: Die gelbfüßige Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wurde vor zwei Wochen erstmals in Tirol im Gemeindegebiet von Kössen (Bezirk Kitzbühel) entdeckt. Heute, Donnerstag, konnte das dort befindliche Sekundärnest ohne Einsatz von Bioziden bzw. Insektiziden erfolgreich bekämpft und anschließend entfernt werden. Wichtig war dies allen voran, um die heimische Biodiversität – unter anderem Bienen und weitere Insekten – und Landwirtschaft zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. 


Pressetext: 

Amt der Tiroler Landesregierung

Hier lesen Sie den ganzen Bericht: 

www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/erfolgreiche-bekaempfung-der-asiatischen-hornisse-in-tirol

Neues Verfahren zur Bekämpfung setzt auf heiße Dämpfe 

„velutina Steam EX“ heißt das neuartige thermische Verfahren, das heute in Kössen erstmals in Österreich zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse eingesetzt wurde. Durchgeführt wurde die Bekämpfung unter der Federführung des Pflanzenschutzdienstes des Landes Tirol von Harald Wiedemann, einem ausgewiesenen Praktiker und Fachberater mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit der Asiatischen Hornisse und der Entfernung ihrer Nester. Mithilfe eines vom Boden aus eingesetzten Rohrsystems wurde das hoch in einem Baum gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt. Erwachsene Hornissen und die im Nest befindliche Brut werden durch die Hitze abgetötet. 

Frühzeitiges Handeln gegen weitere Ausbreitung

Eine Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist notwendig, da sie insbesondere für Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten eine ernstzunehmende Gefahr darstellt“, erklärt Andreas Tschöll, Leiter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes. Im Spätsommer und Frühherbst kann ein Volk bis zu 2.000 Tiere umfassen. In dieser Zeit können die Hornissen täglich mehrere hundert Honigbienen erbeuten – insgesamt bis zu elf Kilogramm Insekten pro Saison. Mit der weiteren Ausbreitung der Art sind zudem Fragen des Natur- und Biodiversitätsschutzes, der Landwirtschaft – insbesondere des Obstbaus – sowie der öffentlichen Sicherheit verbunden. .

Sichtungen weiterhin umgehend melden

Beim aktuellen Fund in Kössen gehen die ExpertInnen zwar von einer Verschleppung einer Königin durch den Menschen aus. „Unabhängig davon muss man sich darauf einstellen, dass die Asiatische Hornisse aufgrund ihrer fortschreitenden Ausbreitung in Mitteleuropa künftig auch Österreich auf natürlichem Weg erreichen und sich hier etablieren kann“, betont Tschöll, dass es deshalb umso wichtiger ist, mögliche Funde frühzeitig zu erkennen und zu melden.

Wer eine Asiatische Gelbfuß-Hornisse oder ein Nest entdeckt, wird ersucht, den Fund umgehend zu melden – idealerweise zusammen mit einem gut erkennbaren Foto des Insekts, das dies die Bestimmung und Abklärung erheblich erleichtert. Dies ist beim Amt der Tiroler Landesregierung, über das zentrale Velutina-Meldeportal oder bei der zuständigen Gemeinde möglich:

  • Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Umweltschutz: umweltschutz@tirol.gv.at
  • Zentrales Velutina-Meldeportal (Biene Österreich und Landwirtschaftskammern): www.bienengesundheit.at/vespa-velutina
  • Zuständige Gemeinde