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Heimischer Honig: ehrlich geerntet, sichtbar gemacht, mit Stolz verkauft.

Editorial November

Liebe Imkerinnen, 

liebe Imker!


Eine gute Honigernte stellt uns vor eine wichtige Aufgabe:

Wir müssen unseren heimischen Honig sichtbar machen, seinen Wert verständlich vermitteln und ihn erfolgreich

vermarkten. Denn Honig aus Österreich ist etwas Besonderes. Er erzählt von Landschaften, Jahreszeiten, Blütenvielfalt, Handwerk und regionaler Verantwortung. Genau diese Geschichte sollen unsere Kundinnen und Kunden kennen

und gerne weitererzählen.


Marketing beginnt nicht erst mit einer großen Kampagne. Jeder von uns kann im eigenen Umfeld wirksam werden: mit gepflegten Gläsern, ansprechenden Etiketten und einer klaren Herkunftsangabe.

Ein kurzer Hinweis auf Standort, Tracht oder Arbeitsweise schafft Nähe und Vertrauen. Verkostungen, Rezeptideen und Honig als Geschenk machen aus einem Glas ein besonderes regionales Produkt – gerade im Weihnachtsgeschäft.

Persönliche Begegnungen bleiben unersetzlich. Gespräche beim Ab-Hof-Verkauf, auf Bauernmärkten, bei Vereinsveranstaltungen oder in örtlichen Geschäften schaffen

Glaubwürdigkeit. Auch digitale Kanäle helfen: Einträge auf regionalen Plattformen, Fotos vom Bienenstand oder Hinweise auf Erntetag und Verkaufsstelle machen sichtbar, wer hinter dem Honig steht. Entscheidend sind selbstbewusst

gezeigte Qualität, angemessene Preise und Argumente wie Herkunft, Transparenz und Genuss.

Eine besondere Bühne für diese Qualitätsarbeit bietet neben den Prämierungen in den Bundesländern die österreichische Honigprämierung Die Goldene Honigwabe.

Die Veranstaltung verbindet Auszeichnung, fachlichen Austausch und ein attraktives Angebot für Honigkunden. Eine Honigreise durch Österreich, Verkostungen, Workshops und Fachbeiträge machen die Vielfalt heimischer Honige unmittelbar erlebbar. Eine Prämierung ist damit nicht nur

eine Anerkennung für hervorragende Arbeit, sondern auch ein

starkes Argument in der Vermarktung – gerade mit Blick auf die kommende Weihnachtszeit.


Auf etwas möchte ich zum Schluss noch hinweisen: Die aktuelle Anzahl der insgesamt betreuten, besiedelten

Bienenstöcke muss zum Stichtag 31. Oktober im Verbrauchergesundheitsinformationssystem

(VIS) eingetragen werden. Die Meldung ist bis spätestens

31. Dezember möglich.


Ich wünsche allen eine schöne Zeit.

REINHARD HETZENAUER

Präsident des

Österreichischen Imkerbundes






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